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Rückblick auf ein besonderes Jahr


In diesem Jahr 2020 war alles anders. Aus Gründen der Pandemie erlebten wir auch ein Leben mit vielen Veränderungen und Einschränkungen.

Geplante Aktivitäten des Fördervereins, wie z.B. ein Informationsstand auf dem Leichhof oder eine Führung für Interessierte im Wendepunkt, konnten nicht stattfinden.

Um so mehr freuen wir uns über alle Spenden, die uns auch in diesem Jahr wieder erreichten. Die Spendengelder helfen den Bewohnerinnen im Wendepunkt, ihr tägliches Leben ein wenig schöner zu machen. Wir danken den Mitgliedern des Förderkreises und allen Spendern für ihren Beitrag!

Im November erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod unseres Gründungsmitglieds Gerhard Teuffel.



Mit Gerhard Teuffel hat der Förderkreis Wendepunkt Mainz e.V. sein ältestes und treuestes Mitglied verloren. Er hat seinerzeit die Einrichtung „Wendepunkt" in der Nahestraße und dann auch den Förderkreis Wendepunkt Mainz e.V. ins Leben gerufen und war bis ins hohe Alter ein aktives Mitglied im Förderkreis.

Siehe hierzu auch unseren Nachruf am Ende.

Es gab auch personelle Veränderungen im Wendepunkt: Frau Ina Raiser hat aus persönlichen Gründen zum 30. September 2020 die Einrichtung verlassen. Am 1. Dezember 2020 hat Frau Ute Thorwarth hat die Leitung übernommen.

Auch Frau Vögele, unsere jahrelange Ansprechpartnerin für die Verwendung und Verbuchung der Spendengelder des Förderkreises, verlässt den Wendepunkt zum Ende des Jahres.


Der Förderkreis Wendepunkt Mainz e.V. wünscht für das neue Jahr alles Gute!


Nachruf auf Gerhard Teuffel

Ohne Übertreibung kann man sagen, dass der Wendepunkt in der Nahestraße und der Förderkreis zu Gerhard Teuffels Lebenswerk gehören. Geboren am 5. August 1931 war er von 1965 bis 1994 Leiter des Diakonischen Werkes Mainz-Bingen, der ersten Trägerinstitution des Wendepunkt. Zum Jubiläum im Jahr 2001 schrieb er:

„Wenn viele engagierte Menschen auf ein gemeinsames Ziel hin zusammenarbeiten, dann bleibt der Erfolg nicht aus, wenn es sich um eine gute Sache handelt. (…)

Nachdem die Frauenabteilung im Heinrich Egli-Haus Jahre vorher geschlossen worden war, blieben viele Frauen ohne weitere Hilfen. (…) In der Arbeitsgemeinschaft Nichtsesshaftenhilfe fanden sich alle im Bereich der Wohnungslosenhilfe engagierten Institutionen (Wohlfahrtsverbände, Sozialbehörden der Stadt und des Landes, Arbeitsamt, Polizei u.a.) zusammen und suchten mit möglichst unbürokratischen Mitteln nach Wegen (…) Seit 1988 stand fest: wir brauchen in Mainz ein gegliedertes Hilfsangebot für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen (…), ein niederschwelliges Angebot einer Beratungsstelle mit Tagesaufenthaltsraum und einer Notübernachtung. Darüber hinaus wurden Räume für eine Wohngruppe gebraucht für die Resozialisierung der Frauen, die ihr Leben neu ordnen wollten und sich für einen längeren Aufenthalt bei uns entschlossen hatten  (…) Nachdem die offenen Fragen mit dem Landesverband des Diakonischen Werkes als rechtlichem Träger der Einrichtung abgeklärt werden konnten, wurden die Finanzierungsmodalitäten mit der Sozialverwaltung der Stadt Mainz für den Umbau und den niederschwelligen Arbeitsbereich sowie mit dem Landessozialamt für den Resozialisierungsbereich als stationäre Einrichtung nach dem Heimgesetz aller Beteiligten geregelt. Ab dem 1.11.1990 wurden die Räume (…) angemietet. Im Winter 1990/91 erfolgte dann der Umbau der Wohnanlage. Im Juli 1991 wurden die genehmigten Mitarbeiterinnenstellen besetzt. (…) Pünktlich zum 1.  August 1991 waren alle Mitarbeiterinnen im Dienst, und die Arbeit im WENDEPUINKT konnte offiziell aufgenommen werden."

Wieder auf Initiative von Gerhard Teuffel gründeten am 12. März 1997 elf Mitglieder den Förderkreis, um die Fortexistenz der Einrichtung zu sichern. Vorausgegangen war eine Diskussion über die Finanzierung des Wendepunkts durch die Stadt, die hohe Kosten, insbesondere beim Personal, rügte und Eigenleistungen des Trägers forderte. Der am 24. Juli 1997 ins Vereinsregister eingetragene und unmittelbar als gemeinnützig anerkannte Förderkreis ist inzwischen gewachsen und hat seine Aufgaben, den Wendepunkt finanziell und mit Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen, seither erfolgreich wahrgenommen.

Ohne Gerhard Teuffel wäre das alles nicht möglich gewesen. Er starb am 4. November 2020, nicht lange, nachdem er mit seiner Frau nach Berlin verzogen war, um in der Nähe des Sohnes zu sein. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten. Bei Irmela Teuffel und ihrem Sohn bedanken wir uns sehr herzlich für die aus Anlass der Beisetzung erhaltenen Spenden. Beiden wünschen wir in diesen schweren Zeiten Gesundheit und Kraft.

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Leser helfen - Die große Spendenaktion der Allgemeinen Zeitung
In diesem Jahr u.a. zugunsten des Wendepunkts

Hier die begleitenden Artikel dazu:

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Am 28. Februar 2019 war Helga Oepen als ehemalige Leiterin des Wendepunkt, im SWR in der Landesschau Rheinland-Pfalz zu sehen. - Hier das Video:

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